[Erledigt] DCF77 anschließen und betreiben

vor 2 years 15 weeks von S.E.P.P.

Ich habe mir einen DCF77 Funkempänger bei Reichelt gekauft, jetzt weiß ich allerdings nicht wie ich ihn anschließen soll. Erst habe ich es so aufgebaut wie hier beschrieben: http://gonium.net/md/2006/11/05/arduino-dcf77-radio-clock-receiver/
Da diese Schaltung mit allen Programmen die ich auf Anhieb im Internet gefunden habe nicht funktionierte, habe ich das ganze dann einmal spiegelverkehrt aufgebaut. Mit dem Ergebniss, dass der Empfänger sehr heiß wurde, was mir aber "zum Glück" sehr früh aufgefallen ist. Anschließend habe ich es dann wie zuvor gemacht, allerdings gab es dabei nach ca. einer Sekunde einen leisen Knall, gefolgt von starker Rauchentwicklung.
Ich würde jetzt gern wissen wie man den Empfänger richtig anschließt, damit ich gucken kann ob noch irgendwas zu retten ist, bzw. damit ich nicht noch mehrere der verhältnismäßig teuern Empänger zerstöre.
Der Rauch kam übrigens von dem Schwarzen Punkt auf der Platine.

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144 Antworten auf “DCF77 anschließen und betreiben”


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  1. Jan sagt:

    Der schwarze Punkt ist meistens ein IC eingegossen in Epoxyd Harz. Glaube da ist nichts mehr zu retten.

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Naja, dann ist es halt so. Hab mir sowieso nicht mehr viel erhofft. Aber trozdem wüsste ich fürs nächste mal gerne wie man den richtig Anschließt. Kann es sein, dass der Empfänger von Reichelt nicht der gleiche ist wie der von Conrad? (der wird auf jedem Bild was ich zu dem Thema sehe benutzt).

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  1. Jan sagt:

    Gibt es kein Datenblatt zu dem Teil? Hast Du mal nen Link zu dem Reichelt Produkt?

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P

    Das war "Lehrgeld". Du hast + und - vertauscht.

    Wenns raucht dann ist was kaputt. Der Schwarze "Punkt" ist ein IC (Siliziumteil) das ohne Gehäuße direkt auf die Platine geklebt und verdratet wurde. Der Schwarze Kleks ist ein Kunststoff der das Siliziumstück schützt. Das ist bei Billigstgeräten üblich (Taschenrechner, LCDmodule ecc.)

    Das Datenblatt des DCF77 Empfängers findest Du bei Reichelt rechts neben dem Preis. War dem Modul keine Beschreibung beigelegt.

    Du solltest Dich auch mit der Übertragung der Daten vertraut machen. http://de.wikipedia.org/wiki/DCF77 Das Modul gibt zum Beginn jeder Sekunde, außer der letzten jeder Minute, einen Impuls ab. Die Länge des impulses ist 100msec logisch L, 200 msec logisch H. So wird innerhalb eien Minute 58 bit übertragen. darin sind Uhrzeit, Datum ecc codiert. Nach eine Minute wiederholt sich das Signal.

    Achtung!
    Aus dem Datenblatt:
    Sonderfunktionen
    "Der Empfänger kann über einen „Power-ON“ Eingang vom Mikroprozessor Ein und AUS
    geschaltet werden. Bei Bedarf kann diese Funktion nachträglich aktiviert werden
    (Näheres bitte bei KxT erfragen, Standardeinstellung ist Dauer-EIN !).
    Im Aus-Zustand wird die Stromaufnahme auf ein Minimum (siehe 4. Technische Daten)
    Reduziert, und am Ausgang werden keine Impulse ausgegeben. Der Empfänger ist
    eingeschaltet, wenn PON mit GND verbunden wird (Standard). Ist PON offen oder mit
    +Ub verbunden so ist der Empfänger aus (Bitte nachfragen!)."

    Das Modul braucht sehr konstante Versorgungspannung mit kleinem Wechselspannungsanteil. Ich würde nur für das Modul einen eigenen Versorgungspannung vom Netzteil abzapfen, mit eigener Glättung und Stabilisator. Ein Switchingnetzteil hatt eine Rippel (Wechselspannungsnteil) von 20 bis 30 mV. Das Empfängermodul brucht weniger als 10mV!!!!

    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Hi,
    Also + und - habe ich definitiv nicht vertauscht. (ausgegangen von der Zeichnung auf gonium.net) Nach dem Vertauschen der Pole war allerdings der Anschluss zum ein- bzw. ausschalten des Empängers geerdet und die 5V Leitung führte in den Pin der die Daten aussendet die das Modul empfängt. Ich habe mir allerdings nicht gedacht, dass dabei etwas passieren kann. Naja, falsch gedacht.
    Wie das Signal übertragen wird weiß ich in Ansätzen(http://www.dcf77.de/kodierschema-des-dcf77-signals/), allerdings wollte ich ersteinmal Gucken ob das ganze funktioniert, bevor ich mir die Programme genauer angucke, bzw. selber eines schreibe.
    Wie genau glätte ich das ganze denn? Aus Wikipedia und Co. bin ich bis jetzt noch nicht schlau geworden.

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P.

    Versuch es mal das DCF77 Modul über eine kleine Induktivität zu Versorgen (+Pol) von irgendwas ausschlachten, wenn Du die Wahl hast, dann eine kleine Ringkernspule wie zB im Eingangsbereich eines Switchingnetzteils und einen 100uF und eine 0.1 uF Kondensator paralell zum Modul.
    Wenn das nicht funktioniert dann eine Spannungstabilisator für 3,3 V mit den obengenannten Kondensatoren nur für das Modul.

    Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Wie kommst du auf die Kapazitäten der Kondensatoren? Bei Wikipedia las ich, dass C = I * halber Netz-Periodendauer / Spannungsabfall in dieser Zeit
    Was muss ich dann einsetzen? I ist <100 uF, also ziemlich ungenau, die halbe Netzperidendauer Beträgt 10ms und der Spannungsabfall? Muss ich da die 10mV von oben einsetzen? Dann würde ich mit den Werten also: 100*10°-6 * 10°-3 / 10°-3 auf C = 0,00001 kommen. Das wären 10uF. Ist das so richtig? Da du andere größen herausbekommen hast folgere ich, dass irgendetwas an der Formel, bzw. an den eingesetzen Werten falsch ist.
    Desweiteren würde ich gerne wissen warum ich zwei Kondensatoren Parallel schalten muss, also was genau ich davon habe? Das wäre doch so, als würde ich zwei unterschiedliche Batterien an etwas anschließen und dann würde doch eig. nur ein stärkere Strom fließen, deshalb könnte ich genausogut eine Stärkere Batterie nehmen.

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P

    100uF sind ein Richtwert; Je größer desto besser, aber nicht zu groß. Überschlagsmäßig rechnet man in 50 Hz Netzteilen mit 1000uF je Ampere Strom bei 4 Weggleichrichtung. Der Strom des DCF77 Moduls ist 130uA. Also würden kleinere Werte auch reichen. Aber nimm 100uF.
    Der 0,1 uF Kondensator paralell scheint unnütz zu sein. Ist er aber nicht.
    Er ist dazu da, um kurze Schaltimpulse der Elektronik zu entstören. Darum schaltet man oft bei LogikICs zu jedem IC einen 0,1uF Kondensator. Der Grund ist, daß jeder Leiter, Draht, Piste auf der Leiterbahn einen kleinen Widerstand und eine kleine Induktivität hat. Auch die Kondensatore haben in den Zuführungen Induktivitäten. Meist sind diese Werte irrilevant, aber unter bestimmten Bedingungen nicht. Induktivitäten haben für Gleichspannung einen kleinen Widerstand, für Wechselspannung einen größeren je höher die Frequenz. Kurze Impulse sind zwar keine wiederkehrende Ereignisse (wie Wechselspannung), haben aber eine hohe Frequenz (wenn man die Dauer des Impulses betrachtet).
    Wir brauchen in Deinem Fall mit dem Modul eine sehr kleine Welligkeit. 2 Kondensatoren und eine Induktivität sind die einfachsten Maßnahmen um die Welligkeit zu vermindern.

    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Na dann werd ich das mal Probieren.

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Also, die Ringkernspule ist noch nicht da. Ich habe aber 2 passende Transistoren, kann ich es auch ohne die Spule machen, zumindest für ein paar Testläufe?

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P.
    Welche Transistoren? Meinst Du Kondensatoren?
    Ohne Spule kannst Du nichts kaputmachen, versuch es mal. Wenn das Modul nicht oder nicht richtig funktioniert dann würde ich als ersten Reparaturversuch die Spule hinzulöten.
    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Oh tschuldigung. Ich meine natürlich die Kondensatoren. Dann werde ich es jetzt einmal probieren, aber vorher möchte ich mich nocheinmal absichern. Ich habe jetzt GND des Arduino an GND vom Modul, Pin 7 an Signal und V++ an +UB. Es gibt noch einen Pin am Modul der sich (EIN) nennt. Der ist "leer". Die Kondensatoren sind beide Parallel geschaltet [Anode (lang) an V++, Kathode (kurz) an GND]. Desweiteren ist Signal über einen 8.2 Ohm Wiederstand mit V++ verbunden. Ist das jetzt alles Richtig so?

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P.
    Nur zur Sicherheit: das Modul ist das hier http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=57772 ?

    * "GND" mit GND des Arduino verbinden.
    * "+UB" über Spule (wenn Du sie dann bekommst) auf +5V; die beiden Kondensatoren Parallel, nahe am Modul.
    * "Signal" ist der Ausgang des Moduls.
    * "EIN" oder in einer älteren Dokumentation "Pon" auf GND ( http://www.afug.uni-goettingen.de/~dk1rm/datasheet/dcf77_module.pdf )

    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Ok danke.

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Also, es geht zwar nichts kaputt, aber es funktioniert auch nicht. Kennt jemand ein Programm zum Betreiben des DCF77 empfängers?

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Hab ich alle schon Probiert. Bei denen von Gonium geht gar nichts, bei der zweiten Seite zählt der einfach von 0:00:00 Uhr an los und zeigt als Datum auch 0.00.00 an.

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P.
    Die Daten werden durch kurze oder lange Impulse je ein Bit pro Sekunde übertragen.
    Damit die vollen Daten übertragen werden braucht es eine Minute. Wenn du gerade im falschen Moment eingeschaltest kann es 2 Minuten dauern.
    Hilft das?
    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Ja das Hilft. Ich habe bisher gedacht es wird pro Minute einmal der Code in ein paar Millisekunden übermittelt. Mal gucken ob's klappt.

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  1. uwe sagt:

    Nein. Am Anfang der Sekunde ein Lücke von 100 oder 200 msec (low oder high) und in der 59 Sekunde fehlt diese Austastung des Signals. Du soltest wirklich das mal durchlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/DCF77.

    Noch eine Betrachtung: Die Frequenz des Trägersignals ist 77.500 Hz Amplitudenmoduliert. Amplitudenmodulation bedeutet, daß das Nutzsignal die Amplitude des Trägersignals verändert.
    Daraus ergibt sich, daß man nicht mit beliebig hohen Frequenzen die Amplitude ändern kann. Ich weiß jetzt nicht den genauen Wert, aber sicher um einige 2 bis 10 mal weniger wenn das Nutzsignal sinusförmig ist. Daraus ergibt sich daß die Trägerfrequenz viel zu niedrig ist, um in einigen Milisekunden 60 Bit zu übertragen. Außerdem verbreitet sich diese Frequenz in verschiedener Weise in der Atmosphäre aus: einmal paralell zur Erdoberfläche und einmal durch dir Atmosphäre reflektiert. Die Kodierung wie sie angewendet stellt sicher ein maximum an Störsicherheit dar.
    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Ich hab mir das ganze jetzt durchgelesen. Zum Verständniss.
    Durch die Ausgelassene Sekunde erkenne ich den Anfang einer neuen Minute. Ob 100 bzw. 200 millisekunden nach einer neuen Sekund gewartet wird, zeigt an ob das Bit 1 oder 0 ist. Soweit richtig oder? Demnach kann es ja eigentlich nicht so schwer sein ein eigenes Programm zu schreiben.
    Jetzt habe ich aber noch eine Frage. Für den Monat hat man 5 Bits, 1, 2, 4, 8 und 10. Welchen Sinn ergibt die 10? Soweit ich weiß hat das Jahr im Normalfall 12 Monate, damit würden 4 und 8 völlig ausreichen. Generell könnte man doch auch z.B. beim Jahr 1, 2, 4, 8, 16, 32 usw. nehmen anstatt 1, 2, 4, 8, 10, 20, 40... . Das ist doch viel zu umständlich und letztendlech braucht man so manchmal ein Bit mehr.

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P.

    Die Dekodierung erfolgt für jede Dezimalstelle. Wie Du erkannt hast brauchst Du einige Bits mehr, als wenn Du einfach eine Binärzahl für den Monat ecc verwenden würdest. Aber Du mußt etwas bedenken: Der Übertragungscode wurde vor 1973 definiert.
    Man hat an einen einfachen Weg gesucht die Zeit- und Datumsinformationen anzeigen zu können. Damals gab es weder preiswerte Microcomputer noch Leistungfähige (das was wir heute darunter verstehen). Der erste Prozessor, der nicht diskret mit Transistoren zusammengelötet war, war 1971 der 4004. 1977 kam er erste Komplettcomputer mit dem Apple II heraus der damals 1298USdollar (ca. 3500 bis 5000 DM) kostete. Der erste IBM-PC wurde Mitte 1981 produziert!! und kostete damals zwischen 1500 und 4000 Dollar wobei eine 30 Mbyte Harddisk eine unerschwingliches Optional war. Die Leistung eines Apple II oder IBM-PC wird leicht von einem Arduino übertroffen.
    Der Stand der Dinge um das Zeitsignal des DCF77 Senders anzuzeigen war damals Dezimalzähler die direkt eine Stelle des Displays ansteuerten. Darum die Übertragung in so komischen Bitwerten.

    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Ok, also damit man nur einstellige Dezimalzahlen addieren muss, anstatt zweistellige. Ich habe gelesen, dass man auch die Wetterdaten empfangen kann. Das kann ich zwar mit einem Blick aus dem Fenster auch, wäre aber trozdem reizvoll. Wenn ich das mit der Zeit hinbekomme sollten doch auch die Wetterdaten kein Problem sein oder?

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P

    Nicht ganz.
    Du mußt Dir vor Augen halten, einen Baustein wie den max7219 gab es damals nicht, auch kein bezahlbares Mikroprozessorsystem das die Daten decodiert.

    Wenn du z.B die Minuten als 6 Bit Zahl übermittelst (darstellbare Zahlen 0 bis 63) dann Brauchst Du einen Bcd zu 7 Segment Decoder mit 16 Ausgängen, für jedes Segment eines und 6 Eingängen. Den gibt es in TTL oder CMOS 4000 Serie nicht. Dort gibt es nur 4 Bit bcd (Zahlen von 0 bis 16) zu 7 Segment Decoder. deswegen werden 4 Bit Einerstelle Minuten und 3 Bit Zehnerstelle Minuten übertragen.
    Die Bits 1 bis 14 sind für Alarmübertragung des Katastrophenschutses und 4 Tage Wettervorhersage für 60 Gebiete in Europa http://www.hkw-elektronik.de/pdf/DB%20W-Protokoll-V%201.pdf

    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Ersteinmal die gute Nachricht. Mit einem eigenen Programm kann ich Problemlos das Signal des DCF77 empfangen. Ich habe jetzt Signal dierekt mit Pin 7 verbunden und an dem (PON) hängt gar nichts. Ich werde gleich einmal rumprobieren wie sich veränderungen dabei auswirken aber jetzt zum Problem. Das von mir geschriebenen Programm zeigt immer an wenn sich das Signal von 0 auf 1 anhebt und wann das passiert (millis()). Allerdings ist der Abstand der Signale immer genau eine Sekunde (Schwankungen von ca. 975-1025 Millisekunden kommen vor). Soll heißen jedes Signal ist 1 bzw. 0. Woran kann das liegen? (die ausgelassene 59. Sekunde kann man Messen, bzw. nicht Messen, soll heißen ich empfange auf jeden Fall das Richtige Signal.)

    Noch folgendes: wenn man PON erdet ändert das ncihts am Ergebniss, ein Wiederstand zwischen Signal und V+ bzw. GND hingegen führt dazu, dass entweder gar keine oder zu viele Schwankungen gemessen werden.

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P

    Soll genau so sein ein kurzes oder langes Signal am Anfang jeder Sekunde.

    Einmal in der Secunde wird die Amplitude des DCF77-Signals suf 25% abgesenkt ->Amplitudenmodulation. Diesa Absenkung dauert 100 msec (LOW Signal) oder 200 msec (HIGH - Signal). Dein Modul macht aus dem Hochfrequenz - Signal (77500 Hz) eine Rechteckspannung. Je nach Modul (das weiß ich nicht da es nirgens steht) kommt am Signalausgang ein Rechteckimpuls von 100 bzw 200msec heraus oder eine Lücke von 100 bzw 200msec. Du mußt die Zeit messen vom 0 auf 1 Übergang bis zum 1 auf 0 Übergang. (müßte stimmen sonst umgekehrt).

    Laß den Widerstand an Signal Ausgang weg. Ist dann richtig so.
    PON schalte ihn auf GND.

    Noch was zu Begriffserklährung: Masse und Erde sind 2 verschiedene Sachen, auch wenn oft bei Switchingnetzteilen Masse auf Erde gelegt ist (aber nicht sein muß). Der 2. Pol ( 0V )in der Spannungsversorgung ist auf deutsch Masse auch wenn im englichen GND, Ground Erde bedeutet.
    Erde versteht man in Spannungsversorgungsnetz ( 230V AC) den Leiter, der mit der Erdungsanlage verbunden ist.
    Man unterscheider Schutzerde und Funktionserde.
    Schutzerde ist dazu da, in einem Fehlerfall, wenn die Isolierung eines Leiters kaputtgeht, damit keine hohen Spannungen an metallischen Teilen auftreten und durch Berührung eine Person nicht gefährdet ist. Des weiteren soll dadurch auch Sicherungen oder Fehlerstromschutz ansprechen. Darum hatte ich Dir gesagt, alle metallischen Teile im Wecker mit Erde zu verbinden. (Ich arbeite als Wartungstechniker für medizinische Geräte im Krankenhaus. Da sind die Problematiken noch schlimmer und komplizierter).
    Funktionserde ist eine Erdung, damit das Gerät korrekt funktioniert. ZB: damit externe Störungen abgehalten werden können (zB bei einem Elektroenzephalografen, da mißt man Spannungen in der Größenordnung von µV).

    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Ahh, verstehe. Ich habe gedacht bei LOW wird nach beginn der Sekunde 100ms gewartet, bei HIGH 200.
    Der Wiederstand ist, wie beschrieben, nicht angeschlossen.
    Ich habe zwar wie du schon sagtest PON auf GND aber wieso? Das ändert nichts am Ergebnis.
    Dann werde ich mal gucken ob ich weiterkomme. Danke für deine Hilfe.

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Ich habe jetzt ein Programm geschrieben das einfach nur ausgibt wie lange das Signal abgesenkt war um zu überprüfen ob es klappt. Allerdings wird nach einiger Zeit nicht mehr ungefähr 100 bzw. 200 angezeigt sondern ein Wert zwischen 65631-65639 (ungefähr, es gibt natürlich auch hier Abweichungen). Mir ist noch aufgefallen, dass dies nach dem 32. bzw. 31. (je nach dem, ob es einen Ausgelassene 59. Sekunde gab) Wert passiert. Woran könnte das liegen. Ich habe es bereits mit dem Arduino Duemilanove und Mini Pro probiert. Dieser Fehler tritt bei beiden auf. Hier einmal der Code:

    int DCF77 = 7; //Signal-Pin des DCF77 Empfängermoduls
    int Modus = 0;
    int Modus_alt = 0; //Pins für den aktuellen und den vergangenen Wert des Signal Pins
    int Zeit_alt = 0; //Variable für die Speicherung eines 'millis()' Wertes

    void setup(){
    Serial.begin(9600);
    pinMode(DCF77, INPUT);
    }

    void loop(){
    Modus_alt = Modus;
    Modus = digitalRead(DCF77);
    if(Modus != Modus_alt){ //wenn der Modus des Signal Pins wechselt
    if(Modus == 1){
    Zeit_alt = millis();
    } //bei Wechsel von 0 auf 1 wird die Zeit gespeichert
    else{
    Serial.println(millis() - Zeit_alt);
    } //beim Wechsel von 1 auf 0 wird die Zeit die der Signal-Pin auf '1' war ausgegeben
    }
    }

    Zusatz: Nach einiger Zeit ist mir jetzt aufgefallen das sich die Zahl (6563x) nach ein paar Werten verdoppelt. Dannach verdreifacht (vom Ausgangswert gesehen), vervierfacht usw.

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  1. uwe sagt:

    Hallo S.E.P.P.
    Das Problem ist daß du in der Zeile "int Zeit_alt = 0;" die Variable als 2 Byte Zahl definierst die maximal +32767 groß werden kann = 32 Sekunden ( Zahlen größer als 32767 werden als negative Zahl interpretiert. das höherwertigste Bit wird als +/- Zeichen verwendet). Danach, wenn man den Wert der Variable weiter vergrößert, wird die zahl größer bist -32768. Dann startet sie wieder bei +0. Dadurch der komische Effekt den Du beschreibst.

    Du mußt, wie im Beispiel "Blink without Delay" das der IDE als Beispielsprogramm (-> File -> Exemples -> Digital) enthält

    Verwende den Variablentyp "unsigned long" statt "int" so tritt der Überlauf erst nach ca 50 Tagen auf (andere Quellen nennen 9,5 Stunden, aber das ist meines Erachtens falsch). Um den Überlauf zu verhindern müßtest Du den Arduino regelmäßig resetieren. So startet der Zähler millis() wieder von null. Oder mit der Funktion millisRollover() kannst Du die Zeit verlängern; auf 35 Jahre. http://www.faludi.com/2007/12/18/arduino-millis-rollover-handling/

    Also jetzt gleich ändere die Zeile auf "unsigned long Zeit_alt = 0;" und zerbrich Dir den Kopf später, wie Du das Problem des Überlaufs nach 50 Tagen löst.
    Ich komme übrigens auch auf ca 50 Tage ( 2^32 /1000 /60 /60 /24 )

    Grüße Uwe

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  1. S.E.P.P. sagt:

    Danke, war aber auch zu dumm, vorallem weil ich mir die letzten Tag darüber sehr viele Gedanken gemacht habe.
    Ich gehe davon aus, dass du Recht hast mit deinen 50 Tagen. Seit einiger zeit programmiere ich nämlich mein Arduino so, dass es mich mit der Weck-LED weckt, was bisher auch Problemlos klappte. Die Zahl in der delay() funktion muss ja auch einen Variablentyp haben und da ich bisher auch schon mal ein delay() von mehr als 9.5 Stunden hatte muss die andere Angabe falsch sein. Naja auch egal, dann nochmal Danke.

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